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Beruf und Geschichte des Gärtners

Ein Gärtner kultiviert, erhält und züchtet Pflanzen. Volkswirtschaftlich gehört der Gartenbau zur Landwirtschaft.
Bis in das 19. Jahrhundert hinein stand die Bezeichnung Gärtner auch für einen Bauern. Man unterschied deshalb auch Groß- und Kleingärtner. Bis zum Ende der Frondienste war der Gärtner also hauptsächlich ein Bewirtschafter von Land, um Ertrag zu erzielen. Die Bezeichnung Gärtner für einen Kleinbauern war besonders in Mitteldeutschland gebräuchlich.

Der Gärtner benutzt häufig so einen Gürtel für seine Werkzeuge.

Bereits im 13. Jahrhundert gab es eine erste Entwicklung für diesen Berufszweig der Gärtnerei, als ein Benediktinerorden einen Weinsachverständigen unterhielt. Tatsächlich war die Gärtnerei schon im Mittelalter als Gewerbe in gartenbautreibenden Städten entwickelt. Damals gab es aber noch nicht die Bezeichnung Gärtner, sondern Gartenmeister, der sich vorwiegend um die Pflege der Obstsorten in den Gärten der Adligen kümmerte. Auch vor dem Mittelalter gab es schon sehr prachtvolle Gärten, die aber nur den überaus reichen Personen vorbehalten waren.

Später im 18. Jahrhundert entwickelte sich der Begriff Hofgärtner. Diese bildeten eine Berufsgruppe und hatten ihr Tätigkeitsgebiet an fürstlichen Höfen. Ein Hofgärtner musste eine Ausbildung absolvieren und Bildungsreisen zu berühmten Gärten auf sich nehmen, erst dann konnten sie auf eine Anstellung hoffen.

Im 19. Jahrhundert wurden erstmals Gärtnerlehranstalten eingerichtet, sodass die häufigen Bildungsfahrten minimiert werden konnten. Die leitenden Gartenangestellten lebten meistens auch direkt in den Gärten in einem eigenen Hofgärtnerhaus. Mit dem Ende der Monarchie endete dieser Berufszweig, da die Gehöfe in staatlichen Besitz übergingen. 1927 wurde ein neuer Titel vergeben: Gartendirektor. Diese kümmerten sich um die Verwaltung der Gärten. Seit 1960 ist die Ausbildung des Gärtners gesetzlich geregelt.

Heute werden bekannte wie seltene Pflanzenarten von Gärtnern gepflegt, erhalten und weiterentwickelt. Das Tätigkeitsgebiet hat sich erheblich erweitert. Gartenbaubetriebe bieten vielfältige Dienstleistungen an, die sich über Innenraumarbeiten, floristische Tätigkeiten, Friedhofsgärtnerei, fachkundige Beratung bis hin zur Anlage und Pflege von Hausgärten und Grünflächen erstrecken

Ausbildung eines Gärtners

Die Ausbildung zum Gärtner dauert in der Regel drei Jahre. In Deutschland gibt es derzeit etwa 17000 Auszubildende. Im Berufsbildungsgesetz wurde letztmalig 1996 die Ausbildung des Gärtners neu definiert und den heutigen Berufsanforderungen angepasst. Um eine Ausbildung beginnen zu können, sollten Interessenten mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen. Höhere Schulabschlüsse erhöhen die Chance auf einen Ausbildungsplatz und können evtl. auch die Ausbildungszeit verkürzen. Dies ist unter bestimmten Voraussetzungen auch möglich, wenn bereits eine andere Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde.

An Balkonpflanzen üben Gärtner in der Ausbildung häufig.

Wenn Auszubildende überdurchschnittliche Leistungen zeigen, besteht weiter die Möglichkeit, früher zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Zudem sollte man sich für Aufenthalte im Freien begeistern und körperlich fit sein, denn ein Großteil der Ausbildung und auch der anschließenden Arbeit findet natürlich in Außenbereichen statt. Außerdem sollten Interessenten Kreativität zeigen und Kenntnisse in der Farbenlehre und der Kombination von Farben aufweisen.

Die Ausbildung zum Gärtner wird in geeigneten Betrieben mit parallelem Berufsschulunterricht absolviert. In dieser Zeit werden fachspezifische, aber auch fachübergreifende, berufsrelevante Kenntnisse vermittelt. Als Ergänzung und Abrundung der Ausbildung finden außerdem spezielle Lehrgänge statt. In der Hälfte der Ausbildungszeit, also nach etwa eineinhalb Jahren, ist eine Zwischenprüfung zu absolvieren. Die Ausbildung ist vielfältig und abwechslungsreich gestaltet, es wird während der gesamten Zeit bis zur Prüfung nie langweilig.

Die Spezialisierung für einen der Fachbereiche vollzieht sich im dritten Jahr der Ausbildungszeit. Seit dem Jahr 2000 gibt es in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern für Auszubildende der Sparte Zierpflanzen und Baumschule die Möglichkeit, einen neuen Schwerpunkt, der sich "Beratung und Verkauf" nennt, zu belegen. Der Auszubildende wird auf die Abschlussprüfung optimal vorbereitet. Im praktischen Teil ist dem Auszubildenden ein Anleiter, also ein schon erfahrener Geselle zur Seite gestellt, der ihn in der Erweiterung seiner Kenntnisse unterstützt sowie wichtige Handgriffe zeigt und offene Fragen klären kann. Das Ausbildungsgehalt beträgt im ersten Lehrjahr 467 Euro und steigt bis auf 614 Euro im dritten Lehrjahr.

Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Gärtner verschiedene. So können sie zum Beispiel nach der Ausbildung und einer gewissen Berufserfahrung den Meister anstreben oder sich im Technik- oder Agrarbereich weiterbilden, es besteht sogar die Möglichkeit zu studieren. Wenn man auch langfristig die positiven Perspektiven dieses Berufs nutzen möchte, sollte man eines der vielfältigen Angebote der Anpassungsfortbildung in Anspruch nehmen.