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Ausbildung eines Gärtners


Die Ausbildung zum Gärtner dauert in der Regel drei Jahre. In Deutschland gibt es derzeit etwa 17000 Auszubildende. Im Berufsbildungsgesetz wurde letztmalig 1996 die Ausbildung des Gärtners neu definiert und den heutigen Berufsanforderungen angepasst. Um eine Ausbildung beginnen zu können, sollten Interessenten mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen. Höhere Schulabschlüsse erhöhen die Chance auf einen Ausbildungsplatz und können evtl. auch die Ausbildungszeit verkürzen. Dies ist unter bestimmten Voraussetzungen auch möglich, wenn bereits eine andere Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde.

Wenn Auszubildende überdurchschnittliche Leistungen zeigen, besteht weiter die Möglichkeit, früher zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Zudem sollte man sich für Aufenthalte im Freien begeistern und körperlich fit sein, denn ein Großteil der Ausbildung und auch der anschließenden Arbeit findet natürlich in Außenbereichen statt. Außerdem sollten Interessenten Kreativität zeigen und Kenntnisse in der Farbenlehre und der Kombination von Farben aufweisen.

Die Ausbildung zum Gärtner wird in geeigneten Betrieben mit parallelem Berufsschulunterricht absolviert. In dieser Zeit werden fachspezifische, aber auch fachübergreifende, berufsrelevante Kenntnisse vermittelt. Als Ergänzung und Abrundung der Ausbildung finden außerdem spezielle Lehrgänge statt. In der Hälfte der Ausbildungszeit, also nach etwa eineinhalb Jahren, ist eine Zwischenprüfung zu absolvieren. Die Ausbildung ist vielfältig und abwechslungsreich gestaltet, es wird während der gesamten Zeit bis zur Prüfung nie langweilig.

Die Spezialisierung für einen der Fachbereiche vollzieht sich im dritten Jahr der Ausbildungszeit. Seit dem Jahr 2000 gibt es in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern für Auszubildende der Sparte Zierpflanzen und Baumschule die Möglichkeit, einen neuen Schwerpunkt, der sich "Beratung und Verkauf" nennt, zu belegen. Der Auszubildende wird auf die Abschlussprüfung optimal vorbereitet. Im praktischen Teil ist dem Auszubildenden ein Anleiter, also ein schon erfahrener Geselle zur Seite gestellt, der ihn in der Erweiterung seiner Kenntnisse unterstützt sowie wichtige Handgriffe zeigt und offene Fragen klären kann. Das Ausbildungsgehalt beträgt im ersten Lehrjahr 467 Euro und steigt bis auf 614 Euro im dritten Lehrjahr.

Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Gärtner verschiedene. So können sie zum Beispiel nach der Ausbildung und einer gewissen Berufserfahrung den Meister anstreben oder sich im Technik- oder Agrarbereich weiterbilden, es besteht sogar die Möglichkeit zu studieren. Wenn man auch langfristig die positiven Perspektiven dieses Berufs nutzen möchte, sollte man eines der vielfältigen Angebote der Anpassungsfortbildung in Anspruch nehmen.